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IHK-Studie: Technologieorientierte Gründungen bringen 32.100 Arbeitsplätze

Genau 1.410 technologieorientierte Unternehmen (TOU) wurden als Spin-Offs aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie größeren Firmen zwischen 1975 und 2009 im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen gegründet. Insgesamt beschäftigen diese rund 32.100 Mitarbeiter.

TOU-Studie der IHK Aachen, 2010

Dies ist eines der Ergebnisse der dritten TOU-Erhebung der IHK Aachen. Die Studie zeigt, dass insbesondere die technologieorientierten Unternehmen mit innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen maßgeblich zum erfolgreichen Strukturwandel in der Region beitragen. In der Studie 2005 hatte man noch 1.020 technologieorientierte Unternehmen mit insgesamt 28.500 Mitarbeitern gezählt. In den Jahren 2005 bis 2009 sind 390 Betriebe und 3.576 Arbeitsplätze hinzugekommen. „Existenzgründungen sind der Schlüsselfaktor für den Strukturwandel. Nur so entstehen neue Arbeitsplätze“, so Jürgen Drewes, IHK-Hauptgeschäftsführer. Besonders erfreulich sei die gute Entwicklung der Gründungszahlen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. „Das zeigt, dass Selbständigkeit an sich attraktiv ist“, sagte Drewes weiter.

Der überwiegende Teil der technologieorientierten Unternehmen kommt aus den Aachener Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Aus bestehenden Unternehmen stammen rund 48 Prozent aller TOU. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl dieser Ausgründungen weiter gestiegen, so dass jetzt mehr als jede zweite aus Firmen stammt. „Das zeigt, dass der Strukturwandel in den letzten Jahren eine Eigendynamik entwickelt hat“, ergänzte Drewes.

Die Studie belegt zudem, dass es mehr kleinere Gründungen gibt. Im Durchschnitt beschäftigt heute jedes TOU rund 23 Festangestellte, 2005 waren es 28. Es bestätigt sich der Trend zur arbeitsteiligen Wirtschaft. Die bereits etablierten TOU können auf zahlreiche Ingenieurbüros zurückgreifen, die ihre Dienstleistung alleine oder in Kooperation anbieten.
Als Hemmnisse für einen erfolgreichen Unternehmensaufbau gaben die Unternehmen die Akquisition von Kunden und eine mangelnde Finanzierung an. „Die Studie deckt sich auch mit unseren Erfahrungen aus der Beratungspraxis, wonach sich junge Technologieunternehmer auf das technische Produkt oder noch häufiger die technische Dienstleistung konzentrieren. Wachstum als strategisches Unternehmensziel wird vernachlässigt“, erläuterte Michael Bayer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen.

Hier setzt seit 2010 das neue IHK-Projekt AixHighTIng an. Es regt in jungen TOU an, Wachstum gleich ab Firmenstart als strategisches Ziel zu verfolgen. Ein Netzwerk aus erfolgreichen Managern und Beratern gibt Erfahrungen an junge Start-ups weiter. So können Wachstumshemmnisse frühzeitig identifiziert und überwunden werden.

Die IHK Aachen ist aktuell im Gespräch mit den Ministerien für Wirtschaft und Innovation des Landes NRW, damit Fördermöglichkeiten inhaltlich breiter und strukturell einfacher werden. Denn die seit 2004 etablierten Finanzierungsinstrumente GründerStart-GmbH, High-Tech-Gründerfonds, Seed Fonds der Region Aachen wie auch die Beteiligungsfonds der Jülicher Kapitalbeteiligungsgesellschaft und der Intelligent Venture Capital Management GmbH sind nur für eine kleine Gruppe der TOU zugänglich. Insgesamt wurden damit in den letzten fünf Jahren nur 17 TOU gegründet.
 
Die aktuelle TOU-Studie gibt es als pdf-Datei hier zum Download

oder bei der IHK Aachen
Tel. 0241 4460-119,
E-Mail: intus@aachen.ihk.de,
Ansprechpartnerin: Iris Wilhelmi, Tel. 0241 4460-274

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